Biobauer in Wunstorf, Chancen und Probleme

Rudolf Speckhahn, Biobauer in Wunstorf

Vor 35 Jahren begann der Biolandgemüseanbau in Wunstorf. Zu dieser Zeit war Bioanbau noch Pionierarbeit, heute ist er ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Es wird über die Erfahrungen und Probleme des Bioanbaus berichtet. Besonders wichtig ist dabei, welche Auswirkungen der Bioanbau auf die Natur und die Biodiversität haben.

Der Westbau der Stiftskirche

Dr. des. Jörg Richter, Klosterkammer Hannover

Um das Jahr 871 gegründet, war das Damenstift Wunstorf eine bedeutende Institution im Bistum Minden. In der älteren Forschung ist darüber nachgedacht worden, ob der markante Westturm der Stiftskirche möglicherweise noch Mauerwerk aus dem 9. oder 10. Jahrhundert enthalten könnte. Archäologische Untersuchungen in den Jahren 2020 und 2024 liefern nun neue Argumente zu einer Rekonstruktion des ersten steinernen Westbaus und zu den folgenden Bauphasen, die dem Westturm schließlich seine heutige Gestalt verliehen.

Die Wunstorfer Auen und deren Funktion für den Hochwasserabfluss

Jannik Sandner, Verbandsingenieur, Unterhaltungsverband Nr. 53 – West- und Südaue

Die Aueregulierung in den 1970er Jahren verbesserte die Wasserführung nachhaltig. Die Alte Südaue, einst Hauptwasserlauf durch die Innenstadt, wurde durch eine kanalartige Verbindung zur Westaue entlastet. Die Hochwassergefahr wurde dadurch deutlich reduziert. Heutzutage besteht die Gewässerunterhaltung aus einer Kombination aus technischer Regulierung und ökologischer Aufwertung der Gewässer – Ein Vortrag des Unterhaltungsverbandes über die Arbeit im Spannungsfeld zwischen Klimawandel, Landwirtschaft und Artenschutz.

Die Wunstorfer Burg, die Spreensburg und andere Burgen in und um Wunstorf

Prof. Dr. Manfred Rasche

Eine Urkunde des Jahres 1228 erwähnt drei unterschiedliche Befestigungen in Wunstorf: eine ehemalige Burg, eine zu zerstörende Befestigung und eine neu zu bauende Burg. Die Standorte von zwei dieser Wunstorfer Burgen sind bisher nicht eindeutig geklärt. Die ehemalige Burg kann als Burg des Wunstorfer Stiftes angesehen werden. Die zu zerstörende Befestigung auf dem Markkirchenfriedhof wirft viele Fragen auf, ebenso die Spreensburg. Nicht alles kann geklärt werden. Es wird jedoch versucht, die Standorte, sowie Sinn und Zweck der Burgen zu bestimmen. Auch deren Erbauer bleiben nicht unberücksichtigt. Die Burgen in Bokeloh, Blumenau und die Kranenburg werden ebenfalls erwähnt.

Eisenbahn und Industrie in Wunstorf

Heinz Werner Kretschmann

Als Ende 1847 die Eisenbahn Wunstorf erreichte, brach ein neues Zeitalter für die Stadt an. Doch trotz positiver Wirtschaftsimpulse ließ eine echte Industrialisierung noch lange auf sich warten. Erst 40 Jahre später wurden mit dem Zementwerk und der Margarinefabrik die ersten Industriebetriebe gegründet. Der Vortrag gibt einen spannenden Überblick über die Eisenbahngeschichte Wunstorfs und die damit zusammenhängende Industrialisierung der Stadt.

Streuobstwiesen im Dornröschenschlaf“– Ein ökologisches Engagement.

Anna Maria Rösner

Streuobstwiesen sind lebendige Schatzkammern unserer Kultur und Natur! Die Streuobst-AG lädt dazu ein, diesen besonderen Lebensraum neu zu entdecken – in Mitmachaktionen, auf dem Streuobstpfad oder mit dem liebevoll gestalteten Erklärbaum für Kindergärten und Grundschulen. Ein inspirierender Vortrag über gelebten Naturschutz, Bildung und das gemeinsame Handeln gegen Artensterben und Klimakrise.


Diese Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des Heimatvereins. Das vollständige Programm steht als PDF-Download zur Verfügung:  Flyer Vortragsreihe 25/26

Is dat allens to glöven?

Plattdeutsche Lesung

Ilka Brüggemann, NDR 1

Die von NDR 1 aus Veröffentlichungen und Lesungen bekannte „Plattkörerin“ Ilka Brüggemann nimmt uns humorvoll mit in die lebendige Welt der plattdeutschen Sprache. Dabei wird sie uns über düt und dat berichten und augenzwinkernd, manchmal auch scharfzüngig unseren Blick auf Lebenssituationen und alltägliche Erfahrungen richten, die uns gewollt oder ungewollt einfach so widerfahren können. Mit ihr zusammen werden wir uns fragen: “Is dat allens to glöven“?

Ein unterhaltsamer Abend – nicht nur für Plattkörer.


Diese Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des Heimatvereins. Das vollständige Programm steht als PDF-Download zur Verfügung:  Flyer Vortragsreihe 25/26

Die Architektur der Stiftskirche

Die Wunstorfer Stiftskirche ist keine gewöhnliche Stadtkirche. Sie war Raum für den Gottesdienst von Stiftsdamen, einer elitären Gemeinschaft adeliger Frauen. Für diese Aufgaben wurde im 12. Jahrhundert ein repräsentativer Bau mit reichem Dekor errichtet. Später diente die Kirche zeitweise als Grablege der Grafen von Wunstorf.

Vortragender: Dr. des. Jörg Richter, Klosterkammer Hannover

 

Die Wunstorfer Kirche während der Umbrüche in der Zeit von 1914 bis 1945

Die Revolution von 1918 und die Abdankung der Fürsten kam für die evangelischen Landeskirchen einem Schock gleich. Welchen Einfluss hatte dies mit der Forderung nach Demokratie auf das Gemeindeleben nach 1919 bis in die Zeit des Nationalsozialismus? Wie die Wunstorfer Kirchengemeinde und ihre Vertreter damit lebten, soll anhand von Episoden skizzenhaft aufgezeigt werden.

Vortragender: Hans Heinrich Hanebuth

 

Wunstorfer Wirtschaft und Gewerbepark Wunstorf Süd von 1980 bis 2030

Die Wunstorfer Wirtschaftsstruktur hat in den letzten Dekaden einen tiefgreifenden Wandel durchlebt. In einer ehemals stark industriegeprägten Stadt ist mit dem Gewerbepark Wunstorf-Süd ein moderner Unternehmensstandort entstanden. Fotos, Luftbilder und Karten veranschaulichen diese Entwicklung und geben auch Einblick wie dieser Bereich unserer Stadt in der Zukunft aussehen wird.

Vortragender: Uwe Schwamm